Melk – Krems. [Wachau]

Es ist ausgedacht. Die Gedanken streiken. Die Donau, der Ostwind (Gegenwind! angeblich von April bis Mai) und die grüne Natur haben sich gegen den Denkapparat verbündet. Nichts geht mehr. So sehr sich das Menschlein (ich in diesem Fall) auch bemüht: Die Gedanken wollen sich nicht mehr mit der Zukunft befassen. Sie wollen nicht wissen, ob sie sich in einem halben Jahr weiter um Analysen, Kosten, Weisungen, Governance Risk und Compliance Themen kümmern wollen. Es ist ihnen sozusagen „schietegal“. Es interessiert sie nicht. Sie wollen einfach Kilometer um Kilometer der Donau entlang. Das Menschlein freut sich über ganz grundlegende Bedürfnisse: Gutes Essen, guter Wein und Schlaf.

Das mit dem guten Essen: In Österreich nicht wirklich schwierig. Das mit dem guten Wein: Heute durch die Wachau gefahren – also auch kein Problem. Das mit dem Schlaf: Oke, der Schlaf passt grad so.

Das Menschlein fragt sich, was es denn nun genau entscheiden soll. Wenn die Gedanken streiken. Denn: Alles scheint so unglaublich weit weg. Und darum fragt es sich (nur noch) gelegentlich, nämlich dann wenn es sich wirklich um einen Gedanken bemüht, ob es rational ist, sechs Monate vor dem Geburtstag weitreichende Entscheidungen zu fällen. Dem Geburtstag – und das schreibe ich natürlich nur einmal, denn nachher wird hier wieder ehrlich gelogen, du weisst ja… – dem Geburtstag, an dem es mit der 5 angeschossen wird. Was noch viel schlimmer ist: Das Menschlein (immer noch ich) fragt sich, ob es, wenn es mit der 6 angeschossen wird (was hoffentlich so weit kommt), sich nicht grämt, dass es zu wenig Mut hatte. Zu wenig Mut, um sich zu verändern. Damals sechs Monate vor der 5.

Heute: gute 40 km. Was manchmal nicht weniger anstrengend ist, weil man nie so richtig in Fahrt kommt. weil es ja nicht so weit ist… morgen sind wir dann schon in Wien. Prater wir kommen 🎡.


Ein Gedanke zu “Melk – Krems. [Wachau]

  1. Vielleicht, wenn Schritte so/zu schwierig sind, sind es eben doch nicht die richtigen? Zudem ist es doch auch ein Charakterzug zu bedauern. Oh hätte ich doch … Neigst du dazu? Ansonsten würde ich die 10 Jahre zwischen 5 und 6 einfach leben und offen bleiben. Liebe Grüsse von Regula

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