Vorfreude. [Liste der Tipps für Bratislava]

Ich freue mich unbändig auf den Donauradweg. Am Gründonnerstag treten wir die wahnwitzig lange Reise von Zürich nach Passau an. Per Zug. Mit Fahrrad und je zwei Fahrradtaschen. Mit wie immer „leichtem“ Gepäck. Das sich am Schluss dann doch schwer anfühlt. Jedenfalls dann, wenn ich mein Fahrrad plus zwei Fahrradtaschen die zwei oder drei Stufen in den Zug stemmen muss. Wenn du mich also siehst: Leg schnell Hand an. Einfach am Gepäckträger mitheben. Dankeschön.

Passau – Bratislava. Plus minus 500 km. Bei Morgentau, Wind, Nebel, Nieselregen, Graupel, Sonne… werde ich den Kopf durchlüften. Endlos strampeln. Gedanken vorbeiziehen lassen.

Das erste Mal fahre ich mit dem Fahrrad in ein europäisches Land, in dem ich noch nie war. In die Slowakei. Bis nach Bratislava. Nicht weit von Wien. Für uns mit dem Fahrrad eine Tagesreise. Obwohl Bratislava nicht weit ist, waren viele Wiener noch nie da – so habe ich mir sagen lassen. Glaubt man dem Internet so hat sich Bratislava von seinem rustikalen Plattenbau-Charme gelöst. Das Nationalgericht bryndzové halušky, kleine Kartoffelknödel (ähnlich wie Spätzle oder Gnocchi) und mit Schafskäse serviert, scheinen mir jedenfalls recht deftig. Diese Bestellung will gut überlegt sein – blöck.

Im Nachtleben (mal schauen, ob ich dafür nach stundenlangem Fahrradfahren dann noch fit bin) soll ich einen Spaziergang entlang der Lokale und Pubs in den schmalen Gassen der Altstadt und der breiten Promenade des Hviezdoslavovo Platztes entlang tun. Die Route ist auch als „Korzo“ bekannt. Die Szene mit Bars und Lokalen scheint ziemlich überschaubar. Der Boom steht wohl noch bevor. Ob das Bratislava zu wünschen ist (wenn ich an die verstopften Gassen von Amsterdam denke oder die Touristenströme in Venedig), darf man sich fragen. Und das sind meine zusammengetragenen Tipps – nochmals, es ist überschaubar.

  • Urban House: Szenelokal mit internationalem Flair und gutem Essen
  • Urban Bistro: Schönes Hipster-Café im Berlin-Stil (oooch ich liebe Hipsterdinge… 😉 … aber Berlin? in Bratislava?)
  • Café Mondieu serviert Frühstück, Mittag- und Abendessen
  • Das Restaurant Ventúrska Klubovňa ist auch eine Brauerei (das tönt doch ganz gut… Bier trinke ich nur im Ausland… und nur auf Fahrradtour… und eigentlich nur in Brauereien)
  • Das angeblich beste Thai-Restaurant ist der Green Buddha (Hm, thailändisch in Bratislava… ? … wir werden sehn)

Die blaue Kirche, der bekannte „Gaffer“, der Mann aus Bronze, der aus dem Kanaldeckel hervorsieht (an der Ecke Fischertor und Panská Strasse) und der ältesten Gemischtwarenhandlung Obchod v múzeu stehen auf meiner imaginären Liste. Von allem anderen lass‘ ich mich überraschen. So gross scheint Bratislava nicht.

Ob wir danach mit dem Teenager weitere Etappen planen, steht in den Sternen. Die Anreise wird immer länger. Und wie die Radwege nach Prag sind… es scheint, dass dieser Euroradweg noch nicht bis an sein Ende fertig gestellt ist. Und doch, die Vorstellung irgendwann am schwarzen Meer einzufahren… hat doch so ihren wirklich grossen Reiz. Lassen wir’s auf uns zukommen.


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