Wie ein Segelschiff im All.

Manchmal fühl ich mich hier falsch,
wie ein Segelschiff im All.

Diese Liedzeilen sind mir erst Lichtjahre nach Veröffentlichung von „Lieblingsmensch“ aufgefallen. Ich hab‘ ihnen auf dem nach-Hause-weg in einem wie immer überfüllten Zug gelauscht. Und war einfach froh, dass ich die letzten Wochen irgendwie alles auf die Reihe kriegte. Allerdings hab‘ ich auch zwei drei Mal gesagt, „dass ich dann mal froh bin, wenn der November vorbei ist“. Hin und wieder habe ich zur Antwort bekommen, „und ich bin dann mal froh, wenn das Jahr zu Ende ist“.

Und genau das ist das Segelschiff im All. Es ist vollkommen bizarr, so zu reden. So zu denken.

Es gab auch viel Schönes die letzten Wochen: Der 12. Geburtstag des Teenagers. Ich krieg‘ im Hip Hop die Choreographie zustande (und gelesen, dass Tanzen die beste Vorsorge gegen Alzheimer ist, also dran bleiben, dran bleiben). Einige wirklich herzhafte – und unerwartete – Lacher in grosser Runde. Doch noch vier Kerzen geschafft (zwar ohne Kranz aber nicht weniger schön). Zwei drei Weihnachtsgeschenke organisiert. Im Garten noch gejätet (damit ich im Frühling nicht büssen muss). Alle Bilder wieder gerade gerückt (ich habe keine Ahnung, warum meine gute Fee diese nach dem Entstauben nicht wieder gerade rückt, aber ich vergesse dauerhaft, sie darauf anzusprechen).

Mir ein wunderschönes Christrosen Arrangement gekauft. Die feinen Ouzo-Bonbons aus Griechenland gelutscht (und an Ferien gedacht). Mit dem Mountainbike durch bunte Wälder gefahren. Ich habe Vorfreude auf zwei freie Tage im Dezember nur für mich (aktuell sind sie zwar ein bisschen gefährdet – on verra). Marroni gegessen und keine davon hatte Würmer (ja, man muss auch die kleinen Freuden würdigen). Viele gute Bücher verschlungen – und mir für die Weihnachtszeit ein schönes Buch gekauft. Mich zu einem Kaffeeklatsch weggestohlen und ein inspirierendes Gespräch geführt. Immer noch im Chor am Singen und einmal in ganz spezieller „location“, einer Kirche – nur wir und diese hohen Mauern, was für ein Klang, was für ein Gefühl!

Das Segelschiff nutzt die letzten Herbstwinde um zum Samstagsplausch von Andrea Karminrot und zum Wochenglück von Fräulein Ordnung zu segeln.


11 Gedanken zu “Wie ein Segelschiff im All.

  1. Das hört sich doch nach einer ganz schönen Woche an. Ich finde es so wichtig, auch die guten Dinge zu erkennen und eben nicht immer nur darauf zu warten, dass die Woche, der Monat, das Jahr voebei ist. Ich denke, dass man dann immer nur wieder Dinge findet, die einen denken lassen: „Wäre XY doch schon vorbei.“ Umso schöner, dass du so viele positive Dinge erleben durftest!
    Hab ein schönes Wochenende
    LG
    Yvonne

    Gefällt mir

  2. Ich war schon ewig nicht mehr im Zürich. Ich könnte doch am Mittwoch, gleich nach der Schule gar nicht erst nach Hause, sondern in den Zug hopsen … Mal schauen. Dir eine gute Zeit. Liebe Grüsse von Regula

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s