Der Schrank des Grauens.

Oder: Drama in mehreren Akten.

Erinnerst du dich? Vor einiger Zeit fragte ich mich, wenn das nur gut geht. Hm. Na ja, wie soll ich es sagen? Es ist nicht wirklich gut gegangen. Nein, es hat sich zur veritablen Krise ausgeweitet. Die Stimmung ist gelinde gesagt im Keller. Jedenfalls wenn wir in dieses Zimmer schauen.

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Blick in die „Kammer des Schreckens“

Dabei war der Start recht einfach: Einen Schrank am Computer zusammenstellen lassen, modular gewählt aus einer Vielzahl von Varianten. Da sach‘ ich noch zum Mann, ich sach‘ noch zum Mann (!), den würde ich mir mit Montage liefern lassen… – und er so zur Verkäuferin „ist die Montage einfach?“ und sie so „ja“. Hm. Rückblickend weiss ich, dass diese Dame 1. mit ihrer Antwort das Tor zur Schrankmontagehölle öffnete und 2. bin ich 100 Pro sicher, dass sie noch nie – noch NIE – in ihrem Leben einen solchen Schrank – tausendfach verkauft – von ihrem Arbeitgeber selber aufgestellt hat. Denn jeder, der durch diese tagelange Verzweiflung gegangen ist, lässt sich dieses Teil montieren.

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Gründe dafür gibt’s einige: Die Montageanleitung umfasste unzählige, unzählige Blätter mit gefühlten 798 Schritten. Sogar die Türen bestanden aus zig Einzelteilen (alleine das wäre ein Grund diesen Schrank nicht mehr … na ja, egal). Nach einem Tag jedenfalls hatte der Mann – das Grundgerüst beisammen. Das Grundgerüst! Am nächsten Halbtag half der Teenager mit, so dass die Türen zusammengestellt waren. Die Schiebetüren einzuhängen, das musste dann – die Nerven lagen schon etwas blank – unbedingt noch gemacht werden, bevor ich zum Friseur musste. Man sah nämlich das Ende der Schrankmontageodysse kommen. Wir schafften nur eine der beiden Türen, bevor ich gehen musste. Oha lätz! Das, meine lieben Leser und Leserinnen, musste ja schief gehen, oder?

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Als ich nach Hause kam, schwieg das Haus, auch aus dem Zimmer kamen keine sonderbaren Geräusche mehr wie die letzten Tage. Niemand mehr da. Kurze Zeit später kam der Mann nach Hause. Der Schrank ist kaputt. Die Türen komplett ineinander verkeilt. Ich so, spontan „puh, ich sachte doch, ich würde den montieren lassen… “ (hab‘ ich je gesagt, ich sei erleuchtet und tappe nicht in diese Fallen der Paar-Kommunikation??). Das Feld der sinnlosen Bemerkungen haben wir dann schnell verlassen, denn: Die brachten die verkeilten Türen auch nicht mehr auseinander.

In hartnäckiger Kleinarbeit kämpften dann drei Menschen gegen Lord Voldemort äh die verkeilten Türen in der Kammer des Schreckens. Der Sieg war unser! (Zum z’Nacht bei meiner Mom sind wir dann mit etwas Verspätung eingetrudelt, aber wieder mit besserer Stimmung! Danke für das feine Essen und den schönen Abend 💛)

Dobby schicke ich mit der Wochengeschichte zum Samstagsplausch von Andrea Karminrot und zum Wochenglück von Fräulein Ordnung.

PS. Pax sei mit dir, aber um des Frieden willens, lass ihn – Himmel herrje – bitte aufstellen.


3 Gedanken zu “Der Schrank des Grauens.

  1. Oje, du arme! Ich traue mich das jetzt fast nicht zu schreiben, aber bei uns ging das relativ einfach, den Kasten zu montieren. Wir werden dieses Jahr einen im Ferienhaus aufbauen.
    Allerdings muss man schon auch genug Zeit einplanen, in zwei Stunden steht das Ding nicht 🙂

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