Die Schwestern Tatin. [Version L’Hôtel Tatin]

Ach, mal wieder eine Legende. Aus Frankreich. Um die Jahrhundertwende. Nicht die letzte, die vorletzte.

Zwei Schwestern, les Demoisselles Tatin, erwarten Gäste in ihrem Hotel-Restaurant. Anspruchsvolle Gäste. Les chasseurs, die Jäger, die hohe Ansprüche an die Küche haben, haben sich angekündigt. Und Caroline und Stephanie Tatin pflegen eine anspruchsvolle und kreative Küche. Stephanie (oder war es Caroline?) lässt sich just an diesem Tage von einem galanten Gentleman versäumen. Kaum schliesst sich die Türe hinter ihm (oh, wie attraktiv er doch war… wie schnell ihr Herz klopfte… ), stürzt sie in die Küche und realisiert panisch, dass kein Dessert bereit ist.

Aber da. Da liegen geschälte Äpfel. Flink füllt sie eine Form mit Zucker und Butter und platziert die Äpfel behände darauf – und ab in den Ofen. Zwar riecht es jetzt bald herrlich nach Karamell und gebratenen Äpfeln, aber wie weiter? Der Hauptgang ist serviert, die Jäger geniessen das opulente Mahl und erwarten… einen krönenden Abschluss. Stephanie erkennt, es braucht noch „das gewisse Etwas“. Schnell formen ihre Hände einen süssen Teig. Vorsichtig legt sie ihn auf die dampfenden Äpfel und schiebt das Blech erneut in den Ofen. Denn für einen Rückzieher ist es längst zu spät. Die Stimmen aus der Gaststube werden lauter und ausgelassener. Es ist Zeit für den süssen Abschluss.

Der Teig ist ansprechend gebacken. Aber oh weh. Wie langweilig dieser wohlriechende Kuchen doch aussieht! Unmöglich ihn so zu servieren! Spielt Neugier eine Rolle? Jedenfalls stürzt Stephanie den Kuchen – und die Tarte Tatin ist geboren. Ein Klecks Sahne aus dem Tontopf ist das i-Tüpfchen.

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Unsere Tarte Tatin hat sich ziemlich gesträubt, aus dem Blech zu kommen. Wir mussten feste nachhelfen. Was dem Geschmack überhaupt nichts ausgemacht hat. (Der Lavendel liegt da, weil sich so was bei „Foodies“ gehört… und im Berghäuschen war die Auswahl an Krümmel, Nüssen, und so Zeugs, doch sehr beschränkt…).

Verlinkt bei der Sunday Inspiration.


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