I can’t get no perfection. [Cause I don’t try…]

I can’t get no, oh, no, no, no, hey, hey, hey
That’s what I say … 🎾

Einmal im Jahr schieb ich ’ne Krise. Dann nervt der ganze Papierfluss 📹 ins Haus, der sich ĂŒber Esstisch, Werkbank und KĂŒchenbar ergiesst. Und liegen bleibt. Jedenfalls so ein Grundstock. Nie, nie wird es bei mir so aussehen, wie auf all den Instagram- und Blog-Bildern, die harmonische RĂ€ume und Einzelheiten bis ins kleinste Detail zeigen. Ich bin sicher, die Fotos đŸ“· brauchen Stunden… .

Trotzdem scheint es mir dann wie Hohn, wenn ich unter dem Titel „AufrĂ€umen und ausmisten: Get things sorted out!“ zur Kontemplation aufgefordert werde. Kontemplation heisst dann so viel wie intensives Nachdenken… und zwar „ĂŒber sich und seine eigene Lebenssituation“.

Ich stell mir also vor, wie eine Gouvernante 👜, elegant geschminkt mit spitzem Mund und etwas schriller Stimme, zu mir sagt: „Kontemplation, meine Dame – K-o-n-t-e-m-p-l-a-t-i-o-n!“ „Denken Sie i-n-t-e-n-s-i-v ĂŒber ihre Lebenssituation nach. Stellen Sie sich Fragen, wie ‚Wer bin ich?‘ oder ‚Was sind meine Ziele?‘ und ‚Welcher Stil passt dazu?‘ und ‚Was reprĂ€sentiert meine Persönlichkeit am besten?‘ – dann l-e-g-e-n Sie sich ein Konzept zurecht.“ (Im Buch geht’s zwar um Mode, aber das hĂ€tte jetzt niemand gemerkt, oder?)

„AufrĂ€umen“, sagt meine imaginĂ€re Gouvernante. „Diesem Akt der Selbstdisziplinierung mĂŒssen Sie sich stellen!“ (Befehlston mit hart zusammengekniffener Augenbraue! Und wirklich dĂŒnnen, ganz dĂŒnnen Lippen)

Ich ĂŒberlegte mir kurz die Anschaffung eines alten Swissair ✈ Trolley, um die Papiere und so darin verschwinden zu lassen… . (Den Trolley selber kann man dann wie im Flugzeug einfach wegrollen… aus den Augen aus dem Sinn) Aber die Gouvernante guckte mich ziemlich missbilligend an. (Und die Lippen wurden noch eine Spur dĂŒnner, was mir ziemlich Angst machte) Ouukaay, hab‘ ich nicht selber die Methodik der „kleinen Schritte“ angepreist? Der Esstisch ist der kleine Schritt. Nix, ausser ein „Stilleben“ soll da sein – wenn nicht gerade gegessen wird. Der Stresstest kommt dann, wenn das Kind aus dem Herbstlager zurĂŒck ist!

Von wegen Kind: Seit neustem gehört auch ein gigantisches, farbiges Kissen zu unserem Inventar. Wer das aller-aller-allergrösste Kissen im Textilen Werken genĂ€ht hat, wird schnell klar, oder? Da muss trotz allem auch gearbeitet werden fĂŒr… „Chapeau đŸŽ© also fĂŒr das Kind!“.

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So, als abschliessende Auflockerung noch schnell ein Einblick in meine KochkĂŒnste dieser Woche. Kartoffel-Tarte stand schon lange auf meiner „to-cook-Liste“. (Hab‘ ich schon mal erwĂ€hnt, dass ich to-do-Listen nicht mag?) Was die NĂŒsse da zu suchen haben? Foodie-Fotos haben immer – immer – irgendwas, das neben dem Food liegt. KrĂŒmel, BlĂŒmchen, frische KrĂ€uter, Beeren, Schokoraspeln – oder eben NĂŒsse, na alles klar? (grosses Augenzwinkern)

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Mein sehr humorvoller Blick 👀 auf einen Teil meines Wochengeschehens schicke ich zum Samstagsplausch von Andrea Karminrot und zum WochenglĂŒck von FrĂ€ulein Ordnung.

PS. Das Buch heisst „Carla, Grace oder Kate? – Stil-Ikonen 👠 und was Frau aus ihnen lernen kann“. (Kein Kauf von mir, Ausleihe aus der BĂŒcherei – so mal reingucken… )

PPS. Vor lauter „kontemplieren“ bin ich jetzt reif fĂŒr die Insel 🌮. Bin dann mal weg, so. Also örtlich. Mallorca – zum ersten Mal. Hasta luego.

PPPS. Der Stresstest hat im Verlaufe der Woche schon ohne Kind zu, hm, sagen wir mal „schlechten Resultaten“ gefĂŒhrt. Ich brauch‘ offenbar einfach mein QuĂ€ntchen Chaos. (Oder doch den Trolley)


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