Wer ist der Chef? […]

Im Berghäuschen ist es endlich soweit: Die heimischen Orchideen stehen in voller Pracht. Ich bin fast sicher, dass wir die aller-schönste Wiese des Dorfes haben – ziemlich alle Grünflächen bei ziemlich allen Chalets sind regelmässig gemäht. Echt schade!

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Orchideen in Mitteleuropa sind zart und fragil. Sie stehen in keinem Vergleich zu asiatischen Orchideen mit ihren grossen Blüten, die so massenhaft in Blumentöpfen landen und beim Floristen und Discounter gleichermassen im Angebot sind.

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Geflecktes Knabenkraut

Die heimische Orchidee nimmt eine Verpflanzung übel. Sie gedeiht nur mit einem speziellen Pilz im Boden. Null Chance also im Blumentopf.

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Dieses Jahr haben wir auf der Wiese eine weitere Orchideenart entdeckt. Fast hätten wir sie übersehen, da sie so grün (mit einem Touch gelb) ist wie die Gräser. Es handelt sich um das Grosse Zweiblatt.

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Der Naturgarten rund um unser Berghäuschen spiegelt die Fauna und Flora im Berggebiet. Viele Tannen also. Im kleinen Wäldchen haben wir eine Entdeckung der – na ja für uns – eher „unangenehmeren“ Art gemacht. Es wurde eine Latrine eingerichtet! (Keine Fotos! Nicht appetitlich!) Welches Tier pflegt Kotgruben? Latrinen anzulegen? Genau, der Dachs. Mehrere Kothaufen lagen „fein säuberlich“ in einer Kotgrube… . Da kommt also im Schutze der Dunkelheit, ein Dachs durch unseren Garten, pickt da eine Heidelbeere und dort eine Schnecke.

Verzieht sich dann in unser Wäldchen, hockt sich zielstrebig und passgenau über das Loch, schwenkt sein Hinterteil in Position und – kotet. Hm. Eigentlich fein säuberlich. Bloss. Bitte nicht bei uns. (Ich konnte den Mann gerade noch davon abhalten, zielstrebig in das Wäldchen zu marschieren und schnaubend und archaisch sein Revier zu markieren, hahaha! Wer ist hier der Chef? Der Dachs natürlich). Irgendwelche Tipps, wie wir die Latrine freundlich loswerden?

Szenenwechsel: Lillet strawberry erfunden: 10 – 20 cl selbst gemachten Erdbeersirup, 100 cl Lillet, 200 cl Tonic. Eis. Frische Erdbeeren. (Das Pfefferminzblatt hab‘ ich vergessen, wäre aber sich schön dekorativ. Oder ein Thymianästchen). An lauen Samstagabenden geniessen.

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Ausserdem: WOK-Pfanne erfolgreich eingesetzt. Gewisse Gewürze sind noch gewöhnungsbedürftig – oder liegt es daran, dass der Mann das Garammasala („heisses Gewürz“) direkt von einem indischen Arbeitskollegen gekriegt hat… ? Geschmacksnote authentisch „made in India“ issjavielleichtnix für europäische Gaumen. Ich bleibe dran!

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Meine Woche schicke ich zum Samstagsplausch von Andrea Karminrot und zum Wochenglück von Fräulein Ordnung. Die Orchideen zur Gartenglück Linkparty von Ein Fachwerkhaus im Grünen.


16 Gedanken zu “Wer ist der Chef? […]

  1. Was für eine traumhafte Wiese ist das!!! Ja, nicht alle Besucher kann man sich aussuchen. Aber vielleicht besser, als die Wildschweine, die mal unser Gärtchen im Berghausgarten umgegraben haben…
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Hach, wilde Orchideen habe ich heute auch im Angebot ;-). Die gelbgrüne ist ja ungewöhnlich, von der Farbe her und vom Wuchs sehr extravagant. Die sieht man wirklich nicht auf den ersten Blick. Vielen Dank für die schönen Bilder. LG sendet Marion

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  3. Eine sehr schöne Wiese, schade, dass man solche Wiesen nicht öfters sieht. Mit dem Wok experimentiere ich auch und ich komme mit den Gewürzen noch nicht so richtig klar, obwohl ich die nur im Geschäft kaufe, aber selbst das ist uns schon zu scharf. Ich glaube, an so ein Orginalgewürz von einem indischen Arbeitskollegen würde ich mich gar nicht ran trauen.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Hallo Wolfgang. Das Garammasala ist nicht scharf, die Geschmacksnoten sind für meinen Gaumen einfach noch „gewöhnungsbedürftig“ – ich trainiere weiter. Schliesslich soll es ja auch nicht wie ein Rinderschmorbraten schmecken 😉. Asiatisch scharf geht bei mir nicht, rote und gelbe Curry passt, aber das grüne Curry schaff‘ ich nicht… Schönen Sonntagabend, Sibylle

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  4. hach
    soooo eine wunderschöne Wiese
    das ist ja traumhaft
    was gegen den Dachs helfen könnte weiß ich nicht..
    vielleicht wenn ihr die Grube immer wieder mit Erde bedeckt??
    Dann „duftet“ es vielleicht auch nicht so..
    wenn ihr das öfter macht wandert er vielleicht aus 😀

    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Hallo Rosi – ja, das war unsere Tat der „ersten Stunde“ plus grossen Stein drauf, damit ausbuddeln nicht geht… wir werden sehn, was das bewirkt hat. Schönen Sonntagabend, Sibylle

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  5. Eure Wiese ist einfach ein Traum! Das der Dachs sie sich ausgesucht hat, ist natürlich ärgerlich. Einen Rat habe ich nicht. Ich kann nicht mal sagen, ob Dachse sich auch in unserer Stadt herum treiben. Anderes Viehzeug gibt es jedenfalls.
    Lecker, sieht dafür dein Cocktail aus.
    Liebe Grüße
    Andrea

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