Métro, boulot, dodo. [Und Eselkraulen.]

Métro, boulot, dodo. Und Eselkraulen. Kurzform meiner Woche. Eindimensional gesehen. Wobei „Métro, boulot, dodo“ stellvertretend für (zu) viel Arbeit steht. Ums genau zu nehmen für „pendeln, arbeiten, schlafen“. Viel von meiner Woche war zwar so, aber es gab natürlich auch noch anderes:

  • Daumendrücken für die Fahrradprüfung vom Kind (Das Kind hat sicher mehr als 2’500 Fahrrad-km auf „dem Buckel“, alleine schon der Rheinradweg, den wir von der Quelle am Oberalppass bis an die Nordsee gefahren haben ist gut 1200 km lang. Das Daumendrücken war also nur moralische Unterstützung)
  • Mit der bestandenen Theorieprüfung und Fahrradprüfung – tatsächlich fahren die Kids eine definierte Strecke an der Beobachter versteckt sind – darf das bald-Pubertier „endlich“ mit dem Rad zur Schule. Oh, wie stolz beim ersten Mal! Mamaherz schmilzt… .
  • „Du baust mit allen eine Beziehung auf, nur nicht mit mir“. Im Viererabteil unfreiwillig Zeugin eines ganz ganz schwierigen Telefongesprächs einer jungen Frau mit ihrem Freund geworden. „Krampfhaft“ ins andere Viererabteil geguckt, wo ein altes Ehepaar händchenhaltend gesessen hat. Mich an den kleinen Zeichen ihrer Zuneigung erfreut.

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  • Dem Kind einen Teil der Hausaufgaben erledigt. (Ich kann den pädagogischen Aufseufzer beinahe hören… *pädagogisch-seufz*… aha!) Noch nie habe ich dem Kind die Hausaufgaben erledigt, imfau (im Fall)! Diese Woche schönstes Badewetter. Also hab‘ ich mir die Schere geschnappt und das Englisch-Domino ausgeschnitten. Und ausgemalt. Dem Kind habe ich dann eingeschärft, falls Klagen über die Ausführung kommen ja nicht zu sagen, „aber das hat meine Mama gemacht…“. (Herrje, ich hoffe, die Lehrperson rügt die Sorgfalt nicht!!)

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  • Ich liebe sonnengereifte Tomaten, nur Salz, Pfeffer und Curry, ein gutes Olivenöl, einen feinen Balsamico-Essig, frischen Schnittlauch und… Büffel-Mozzarella, am liebsten den Schangnauer (zerreissen nicht schneiden). Ausm Sonntagsgeschirr habe ich ein Wochengeschirr gemacht. Das Geschirr nehm‘ ich häufig für das Kind und mich – wochentags. Der Goldrand hat was Festliches. Genau das Quäntchen Gold, das der Alltag braucht!
  • Ausserdem: Mittagessen im Hiltl in Zürich. Vegetarischer geht’s nicht. Auch wenn ich nicht vegetarisch lebe. Prädikat: Sehr lecker! Bin begeistert – vor allem vom Gemüsetatar, das ich in einer Blinddegustation (ja, eigentlich auch nicht mit offenen Augen) nicht als fleischlos erkennen würde.
  • Eselkraulen. Diese Woche habe ich mich auf dem Abendrundgang mit Eselkraulen entspannt. Eselkraulen kann ich nur empfehlen. Hilft gegen fast alles. Hm. Daraus könnte man doch … ganz tolle Geschäftsideen entwickeln … so was fürs Karma mit Esel und so … „Esel Lux“ … ach nein, ich will doch keinen Esel-Urin in der Badewanne quirlen … vielleicht doch lieber Eselyoga … oooouuuky-doooouuuky, ist wohl tatsächlich zu warm!

Meine Woche schicke ich zum Samstagsplausch von Andrea Karminrot und zum Wochenglück von Fräulein Ordnung. Die „Tomaten ausm Garten“ (aber nicht meinem – man möge mir verzeihen) zur Gartenglück Linkparty von Ein Fachwerkhaus im Grünen.


12 Gedanken zu “Métro, boulot, dodo. [Und Eselkraulen.]

  1. Liebe Sibylle,
    das Domino hast Du sehr schön ausgemalt, ich glaube nicht, dass der Lehrer da was zu meckern hat.
    Eselkraulen als Entspannung hört sich super an, wo nehme ich jetzt bloß den Esel her?
    Hab ein schönes Wochenende.
    Herzliche Grüße
    Steffi

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  2. also das mit dem ausmalen ist so eine Sache, ich hab mal eine 5 für nicht gemachte Hausaufgabe bekommen, weil das Bild das gemalt wurde, nicht meiner Handschrift entsprach …ja also Sorgfalt kann auch bestraft werden 😉
    Auch das zwangweise Mitanhören von Dramen und sonstigem, ich finde es unerhört, sich nicht Kopfhörer aufzusetzen um sich dem Lauschen zu entziehen… UNERHÖRT!
    Im Ernst: Ich wurde Ohrenzeuge auf einem kleinen Vorortbahnhof, da sprach eine Lehrerin über eine Schülerin mit Namensangabe und dem Verdacht auf Diebstahl! Hier kennt jeder jeden und dieses pädagogische Weib hat scheinbar noch nie was von Datenschutz etc. gehört!!! Ich kann ja meinen Mund nicht halten und bin auffällig vor ihr hin und her gegangen, habe sie mit bösen Blicken konfrontiert, meinst Du die hat das registriert?Ich habe dann gemeint das ist ein Fall für den Elternbeirat und bin in den Zug gestiegen…hahahaha sie hat einen hochroten Kopf bekommen und hatte ganz sicher kein schönes Wochenende mehr, es war an einem Freitagmittag.Vielleicht hat sie ihren Fehler ja eingesehen und daraus gelernt.
    Dir wünsche ich ein schönes Wochenende
    Petra

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  3. Liebe Sybille,
    Eselkraulen ist bestimmt eine gute Geschäftsidee, so was ist doch in. Ich bin erstaunt, dass ihr so viele Kilometer mit dem Rad gefahren seid, R E S PE K T, besonders für den kleinen Mitfahrer und herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Fahrradprüfung.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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