Chill dein Leben.

„Chill“ ist grad sehr – sagen wir – beliebt. (beim noch-Kind) Es fing harmlos an. Mit einem „chill dein Leben“. Da, da musste ich noch schmunzeln. Dann – auf was immer ich gerade sage (aus der Rubrik „tu das“ oder „mach das nicht“ oder so ähnlich) – „chill“. Ja, ich spüre sie, die Zeichen, ganz deutlich. Wir gehen glasklar Richtung Pubertier. Wohin auch sonst? Erwachendes pulsierendes Leben. Anders als Kindheit. Schön mitzuerleben. Auch mal anstrengend (so gaaaaanz selten).

Aus meinem chilligen Gartenrundgang hab‘ ich heute Regentropfen mitgebracht. (Wie du liest, beherzige ich die Ratschläge des beinahe-Pubertiers – warum auch nicht? Klammheimlich darf man sich schon mal fragen, ob man wirklich „chilliger“ sein sollte-könnte-wollte). Ein Sommerregen hat mir kleine gläserne Perlen hinterlassen.

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Die Blätter der Akelei sind ihre Bühne. Der klare Himmel ihr Spiegel.

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Von Kobolden wollte ich doch noch erzählen. Denn bei uns im Hause wohnen welche. Manchmal im Homeoffice wenn alles ruhig ist, höre ich sie in ihrem Versteck, ein silbernes leichtes Geräusch, eigentlich nur ein Hauch von Geräusch. Aber ich höre, sie sind da. Was sie tun? Verstecken uns die Dinge. Die Brille vom Mann. Den Fidget Spinner vom Kind. Den Fotoapparat von mir. Ausserdem legen sie Dinge an Orte, wo wir sie niiiieeee hinlegen würden. Im fast-Sommer Mützen auf die Werkbank. Den Schuhlöffel in die Tiefen einer Truhe. Sie stibitzen Glace aus dem Tiefkühlschrank. Überhaupt lieben sie Süsses. Auf wundersame Weise vermindern sich die paar Bonbons in der Büchse kontinuierlich. (Kobolde lieben übrigens leicht chaotische Haushalte und kids@home)

Meine Woche schicke ich zum Samstagsplausch von Andrea Karminrot und zum Wochenglück von Fräulein Ordnung. Die Regentropfen zur Gartenglück Linkparty von Ein Fachwerkhaus im Grünen.

Und immer schön daran denken: Chill dein Leben!


9 Gedanken zu “Chill dein Leben.

  1. Das mit dem chillen habe ich einige Jahre im Beisein der Monster versucht. Anfangs ging es noch…einigermaßen. Die Pubertiere, sind aber manchmal selbst nicht gechillt genug.
    Jetzt erklärt sich das Verschwinden von so vielen Dingen. Ich muss mal lauschen, ob ich die Kobolde auch höre.
    Lieben Gruß
    Andrea

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  2. Richtig chillen kannst du gegen Ende deines Lebens, dann, wenn du alles vergisst ( von wegen Kobolde! Gehirnzellen! ), nicht mehr viel laufen kannst, weil die Knochen kaputt, und dich dann auch fragst, ob der ganze Quatsch, um den man vierzig Jahr so viel Bohei gemacht hast, WIRKLICH so wichtig war… man entwickelt sich zurück ( ich hoffe aber inständig, dass die Pubertät ausgelassen wird!!! ), wird unordentlich wie ein Kind, eigenwillig, unangepasst usw. – mit einem Wort: entspannt!
    Also, nimm die Aufforderung nicht zu ernst! Deine Zeit kommt noch….
    GLG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid, ach könnt‘ man doch schon die „vierzig“ Jahr nicht nur weiser sein, sondern auch tatkräftig umsetzen, was man doch ahnt… nein, genau weiss! – Fand mich gerade minutenlang in Gedanken wieder. – Schönen Sonntagabend, Sibylle

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  3. Liebe Pia,
    eine zeit lang wohnten bei uns auch Hausgeister, vielleicht waren es Kobolde, jedenfalls verschwanden unheimliche viele Sachen, meistens von den Kindern. Als die Kinder dann älter wurden, zogen auch die Kobolde wieder aus. Eigentlich ein wenig schade.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  4. wie schön deine Perlen sind..
    ja .. chillen 😉
    sagen wir mal lieber.. Seele baumeln lassen ..
    sollte man viel öfter tun..

    so eine Horde Kobolde hat sich auch bei mir eingenistet ..
    obwohl ich alleine bin
    sie machen permanent alles durcheinander .. benutzen mein Geschirr und Besteck 😀
    verstecken alles (auch das was ich vor 5 min noch in der Hand hatte
    weiß jemand wie man die los wird?? 😉

    liebe Grüße
    Rosi

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