Leere Vasen und Vampirmenschen.

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Am Donnerstag hab‘ ich auf einen Kaffee (… also eine Rosenlimonade für mich…) Sandra getroffen. Wir sehen uns zwei, drei Mal im Jahr. Dann knüpfen wir an, wo wir stehen geblieben sind. Es ist jedes Mal eine Freude, weil sie zu den Menschen gehört, die gut tun. Positiv und inspirierend ist sie. Ihr Ideenreichtum gefällt mir.

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Es gibt auch Vampirmenschen. Das sind für mich Menschen, die mir nicht gut tun. Auf die eine oder andere Art. Nach Begegnungen mit Vampirmenschen geht es dir nicht gut. Bohren ihre zwei scharfen Zähne subtil in dein „Energiefeld“ und saugen dich aus. Da hilft nur eines: Beziehung beenden.

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In diesen leeren Vasen sollte knallgelber Wundklee sein. Hab‘ ihn am Wegrand mitgenommen, auf dem Heimweg von meinem Treffen. Blöde nur, sind die Vasen leer. Das knallige Gelb hat die verblühten Stellen auf der Wiese kaschiert – nicht aber auf der „grossen Bühne“. Nach einigem Herumdoktern ist mir die Freude vergangen. Weg damit! Beziehung beendet.

So sind also heute meine beiden leeren Vasen, mit zwei Überbleibseln von letzter Woche hier. Lieber mit Freude ohne Blumen sein. Gilt auch für Beziehungen. (Kleine Weisheit am Rande…)

Anders gesagt: „Der grosse Weg ist sehr einfach, aber die Menschen lieben die Umwege.“ Genau, Herr Laotse. Laotse hat ja Unglaubliches geschafft: Viele viele kluge Zitate werden ihm zugeschrieben, obwohl nicht einmal sicher ist, ob es ihn üüüberhaupt gegeben hat. Das nenn‘ ich doch mal Täuschung mit Raffinesse – du verblühter Wundklee in der Grünabfuhr, du!

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Verlinkt bei Holunderbluetchen.


6 Gedanken zu “Leere Vasen und Vampirmenschen.

  1. Liebe Sibylle,
    wir kennen uns gar nicht, aber ich lese ab und an mit, was du schreibst und fühle oft sehr ähnlich. Heute allerdings mal nicht, und ich hoffe, du findest es nicht anmaßend, wenn ich mich dazu äußere.
    Die Sache mit den Energiefressern…. ja, ich weiß, auch ich fühle mich nach Begegnungen manchmal ausgelaugt, verausgabt. Ich kenne das durchaus. Aber ich glaube nicht, dass es an den Anderen liegt, daran, dass sie unsere Energie aussaugen.
    Ich glaube daran, dass wir das wahrnehmen, was andere uns spiegelt. Und wenn wir uns ausgelaugt und ausgenutzt fühlen, dann deshalb, weil wir es mit uns machen lassen. Weil wir manchen Menschen erlauben, Macht über uns zu bekommen. Und nicht, weil sie sich die Macht einfach nehmen. Denn auch sie spiegeln sich in uns. Und wenn sie sehen, ah, der kann ich jetzt all meinen Müll erzählen, sie wartet quasi darauf, oder ich kann sie blöd anmachen oder was auch immer, dann tun sie das. Wenn wir aber alle unsere Macht zu uns nehmen, wenn jede und jeder für sich sorgt, dann wäre es perfekt. Natürlich ist es eine Möglichkeit, die Beziehung einfach zu beenden. Aber damit geht auch die Begegnung mit Anteilen von uns verloren, die erst im Spiegel des anderen sichtbar werden. Vielleicht verpassen wir dabei auch ein wenig von uns selbst.
    Herzliche Grüße,
    die Hummel

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    1. Liebe Hummel, ich war den ganzen Tag eingespannt und wollte nicht so schnell-schnell antworten. Dein Kommentar ist für mich keine Anmassung, sondern Bereicherung. Das liegt nicht nur an deiner wertschätzenden Art deine Meinung zu formulieren, sondern auch am Inhalt – danke für diese Sichtweise in so schöner Form geschrieben. Ja, das hat schon was – das mit der „Macht geben“. Die Situation, in der mir jemand Sorgen erzählt, meine ich auch gar nicht. Aber, wenn ich merke, dass ich mich in einer Freundschaft oder beginnenden Freundschaft nach jeder Begegnung „schlecht“ fühle, dann suche ich diese Begegnung nicht mehr. Es mag sein, dass es auch ein Unvermögen ist, mich abzugrenzen und der Person „Macht über mich“ zu geben. Wenn mir die Abgrenzung also nicht gelingt, stimmt es einfach nicht (mehr). Und so oft kommt das nun ja auch nicht vor (zum Glück).
      Herzlichst, Sibylle

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  2. Aus eigener, sehr leidvoller Erfahrung kann ich deine Beobachtungen nur bestätigen. Eine Beziehung zu einem solchen Menschen hat meinem Bruder das Leben gekostet. Und nur der absolute „Cut“ hat mich davor bewahrt, anschließend ihn zu ersetzen und ebenfalls „ins Kellerloch“ zu geraten.
    Es sind Menschen, die sicherlich oft auch Schlimmes erlebt haben und ein feines Gespür dafür besitzen, wie sie andere vereinnahmen können.
    Mir hat geholfen, mich auch rein wissenschaftlich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, angestoßen durch meine Nachbarin, die Therapeutin. Und ich habe anschließend so eine Art Hausarbeit wie im Studium, nur für mich, geschrieben. Ich brauchte wohl eine solche Bestätigung, denn von Hause aus bin ich zu sehr sozialem Verhalten gegenüber „bedürftigen“ Menschen erzogen. Da fällt mir schwer, absolut auf meiner Seite zu stehen.

    Vielleicht ist das jetzt auch ein ganz besonders krasses Erlebnis, aber nicht mein einziges…
    Bon week-end!
    Astrid

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