März 2017.

Last but not least vom März.

Der Besuch der Ausstellung Blumen für die Kunst hat uns ins Kunsthaus geführt. Gleich zu Beginn der Ausstellung sind wir auf diesen Raum gestossen. Habe festgestellt, dass ich auch Kunst kann (wir alle!)… erinnert mich ganz stark an die Stelle im Wald (ja, beim Waldweiher, da wo der Bach abfliesst), wo es richtig schönen Lehm gibt. Wo wir schon kesselweise Lehm abtransportiert haben, um ihn an einem aktiven Nachmittag Kindern und ihren Ideen zu überlassen.

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Ich bin auch Kunst… oder so.

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Im März hatte ich ausserdem einen nostalgischen Anfall, mit leichten Tendenzen zu Melancholie. Er wurde komplett unerwartet durch einen Song am Radio ausgelöst. Draussen schien gerade die Sonne und verbunden mit der guten Laune, die das Lied ausstrahlte, und den Frühlingsgefühlen, fühlte ich mich frei und unbeschwert. So, dass ich sogar halb tanzen musste (halb, weil ich gerade am sitzen war). Nicht dass ich beschwert wäre, es fühlte sich eher wie die Leichtigkeit einer Zwanzigjährigen an. Und nicht, dass ich wieder 20 sein möchte… versteh mich nicht falsch. Es ist wahrscheinlich dieses Wissen, das sich ab 40 abzeichnet, immer deutlicher, wie vergänglich Leben ist. Dass die „jungen“ Jahre definitiv vorbei sind. Und dass es gar nicht mehr so lange bis zur 5 geht. (Jedenfalls bin ich da näher dran, als an der 4, yep, so isses)

Das verlangte nach ein bisschen „action“. Unter anderem war da eine „bonsai-action“ mit dabei: Spontan kaufte ich mir neue Wimperntusche. (Augen sind das Fenster zur Seele und dürfen schön betont sein – ausserdem meine fast einzige Schminke) So ein Wimperntuschenkauf tönt jetzt natürlich erst Mal tooootaaal b-a-n-a-l. Das war’s auch. Früher. Heute, heute darf muss ich wählen zwischen:

  • Ultra-precision volume (Tönt schwer nach Präzisionsarbeit, und eher nach Renovationsarbeiten als nach „sich hübsch machen“)
  • Big, bold volume (Erdrückt mich fast, schon die Vorstellung davon)
  • Dramatic push up volume (Zu dramatisch! Zu push up! War sowieso der Meinung, das wäre anderen Körperregionen vorbehalten)
  • Separate, multiplyed volume (Separat und doch multiziplierend, tönt verworren)
  • Mega volume, Miss Hippie (Hörst du sie? Die Songs aus dem Musical Hair?)
  • Mega volume, Miss Manga (Jemand will niedlich bis kindlich mit übergrossen Augen aussehen?!?)
  • Mega volume, collagène (Du willst ’ne Collage im Gesicht?)
  • Volumissime (O sole mio!)
  • Falsche Wimpern Volumen (fake fake fake)
  • Geschwungenes Volumen
  • Entfaltete Wimpern (Hä? Entfaltete Wimpern? Jetzt kriegen auch Wimpern Falten?)
  • Fächerartiges Volumen (Ganz spontan sehe ich da zierliche und anmutige Japanerinnen mit einem Fächerschirm in der Hand vor meinem inneren Auge…)
  • Lash sensationell (Was genau bedeutet Wimpernsensation?)
  • Lash sensational luxurious
  • High impact Mascara (Hohe Schlagkraft Mascara… zu aggressiv)
  • Hypnôse Doll Eyes (What? Jemand will hypnotische Puppenaugen? Hey, wie wär’s mit voodoo, kicher)
  • Lash Queen Sexy Blacks (oouuhh yeaaahhh! … [gaaanz tieefe Stimme] … „augenzwinker“ …)

Noch Fragen? (Meine Melancholie jedenfalls ist komplett weg, verschwunden. Ich sag jetzt nicht, wie alt ich mich gerade fühle, wenn ich diese Liste so schwarz auf weiss sehe… 😉)

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Da braucht’s jetzt eine Zeile Pause. Und eine Wimperntuschenkaufgeschichtenerklärung.

(Pausenzeile)

Ich bin der Kolumne total verfallen. Für mich ist es eine hohe Kunst, die (vermeintlichen) „Belanglosigkeiten“ des Alltags in humorvoller Art zu reflektieren, eine Prise Ironie, etwas Satire und Witz, und ein bisschen, ja ein bisschen auch über sich selbst lachen… . Die Kolumne beansprucht für sich, dass sie sich ganz alltäglichen Geschichten widmet, die – per Definition! – mit einer Pointe enden. Wenn du also mit einem Lächeln wegklickst, dann passt das mit der Pointe. Auch bei mir.

Insoweit also: Es lebe das „Belanglose“, das kleine Glück, kurz – der Alltag! Und das leichte Schmunzeln dazu.

Wünsche dir einen guten April, ganz easy, der macht eh was er will.

PS. Bin – so ganz nebenbei noch – bekennender Fan vom Wochenmarkt von Elisabeth Raether (jedes Mal, wirklich jedes Mal bin ich amüsiert, wenn ich ihre Rezepte gelesen habe) und der Kolumne von Harald Martenstein, beide im Zeitmagazin. Und Schreiber vs. Schneider. Seit Jahren in der Coopzeitung.

Verlinkt mit Erfreulichkeiten – soeben entdeckt.


4 Gedanken zu “März 2017.

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