Statistische Tulpen.

Ich gehöre statistisch gesehen und irgendwie auch sonst und tatsächlich zum mittleren Alter. Allerdings fand ich den Begriff „mittleres Alter“ etwas gewöhnungsbedürftig. Immerhin bleibe ich jetzt aber die nächsten Jahre mittel-alt – genauer bis 64. Ja, ich weiss, es macht  vermutlich „schwupp“ und wir sind 64. (Es fühlt sich einfach besser an, wenn ich das mit „wir“ schreibe – ganz egal, wie jung oder mittel-alt oder alt du bist)

Dieser Schwupp-Effekt hat offenbar damit zu tun, dass wir im Laufe unserer Lebensjahre immer weniger Neues, Aufregendes erleben und auch aktiv angehen. Ich bin etwas unschlüssig, ob das tatsächlich so einfach ist. Schon Gaius Plinius Secundus Maior, röm. Gelehrter, 23 – 79 n. Chr. hat dies anders gesehen: «Jede Zeit ist umso kürzer, je glücklicher man ist.»

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Für das kleine (und irgendwie auch grosse) Glück helfen Blumen, immer wieder von Neuem. Sehr sogar. Sich selber Blumen kaufen, empfinde ich als sehr schönen Akt. Denn – so finde ich – ist dies Zeichen meiner eigenen Wertschätzung.

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Ein anderes grosses Glück kommt immer näher. Frühlingsferien, auf dem Fahrrad, Start in St. Moritz resp. dem Malojapass, anvisiertes Ziel Passau – alles dem Inn-Radweg entlang. Vorfreude! Am Morgen noch ohne eine Ahnung, wo wir am Abend schlafen. 540 km. Mit den Ostertagen mittendrin.

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Darum habe ich ein ganz kleines bisschen verfrühte Ostergefühle. (Und, dass ich gerade ziemlich Freude hab‘ am grünen, alten Einmachglas sieht man im wöchentlichen Verlauf gut)

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Die Heimperlhühner stammen aus Namibia. Das Kind und ich sind alleine durch den Markt gegangen und haben tapfer gehandelt, obwohl ich das gar nicht gern tue. Es ist aber definitiv ein no-go den ersten (oder zweiten oder dritten) Preis zu akzeptieren. Wir waren noch die einzigen Touristen auf rund 50 Händler – OMG! Sie so: „Madame, have a look!“ – „Here, for your son.“ – „Gemstones“. – „Come on, only looking!“ Und ich so: Help, ich möchte doch nur ein paar Heimperlhühner zu meinen vielen gesammelten getupften Federn…

Von wegen Ostergefühle: Am nächsten Creadienstag zeige ich mein selbstgeflochtenes Osternest aus Weiden. Und berichte über mein Duell mit den langen Weidenruten. Bis bald also, auf diesem Kanal!

Ich wünsche dir eine glückliche Woche.

Verlinkt bei Holunderbluetchen


3 Gedanken zu “Statistische Tulpen.

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