An Tagen wie diesen.

Es gibt so Tage, an denen sich alles Nervige zusammenrottet, um nacheinander auf dich einzuwirken. Diese Woche hatte ich einen solchen Tag. Gerade jetzt, wenn ich das schreibe, hat sich mein hitziges Blut noch nicht ganz beruhigt. Da die Kumulation der nervigen Dinge kurz nach 14.00 Uhr ihren Höhepunkt erreichte und draussen die Sonne schien, habe ich den PC im Homeoffice kurzerhand heruntergefahren. Habe tatsächlich noch per Office Chat mitgeteilt, „dass ich jetzt in den Garten gehe“.

Ich habe wild gejätet (auch ein paar Walderdbeeren mussten dran glauben), das hässliche Moos energisch weggefegt (es gibt Moos und Moos, finde ich. Ich habe schon hübsches Moos sozusagen aktiv in meinem Garten oder Töpfen angepflanzt) und den Lavendel habe ich dann fast schon gefühlvoll aber trotzdem bestimmt geschnitten (ich kam mir ein bisschen vor wie eine Friseuse und es kann durchaus sein, dass ich auch ein bisschen ins alte Holz geschnitten habe). Alles in allem war ich eher rabiat im Garten. Garten hilft also für den ersten Überdruck. (Ich dachte mir schon, ich hätte nun power gardening erfunden, tja, dazu gibt es tatsächlich mehr als 43 Mio. Suchresultate… wenn ich’s mir so recht überlege, weiss ich nicht, ob ich das wirklich glauben soll… schräg, einfach schräg, oder?)

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Ähm, eigentlich wollte ich noch was zum Huhn schreiben. Und über verfrühte Ostern- und Frühlingsgefühle. Muss warten.

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Nach dem Garten ging’s also schon ziemlich gut. Trotzdem, es gab immer noch Optimierungsbedarf. Ich habe dann zu meiner Geheimwaffe gegriffen, sie ist kugelrund, leider ist die Kugel fast etwas zu klein. Nein, kein Stressball zum kneten – viiieeeel besser!!

Ich will keine Schleichwerbung machen (bin ja keine Litfasssäule sondern ein Blog), aber es wäre jetzt wohl unfair die zu kleine Kugel nicht preis zu geben. Giotto, die Haselnuss-Kugel. Benannt nach dem italienischen Maler und Architekten Giotto di Bondome. Eine Köstlichkeit aus Italien. Ihr Nachteil: Kaum im Mund – schon weg.

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Ich bin jetzt – an Tagen wie diesen – nicht so drauf, dass ich mir die Welt dann rosa anmale, und hach, ganz bewusst mein Hirn auf positive Gedanken schalte. Dafür bin ich viel zu emotional. Trotzdem gab es an diesem Tag zwei drei Trouvaillen, die mich erfreuten oder sanft lächeln liessen:

  • Giotto, siehe oben
  • Kaffee aus meinen neuen Alessi Tassen (soll mir mal jemand sagen, Materielles macht nicht auch ab und zu ein bisschen glücklich…)
  • Die Aussage des Kindes, an den Hausaufgaben sitzend, „weisst du, wir sind halt nicht die Generation lernen…“
  • Das Telefon mit meiner Mama und ihre Freude über die vor einigen Wochen bestellte Wohnwand und ach, hätte sie doch bloss ein Foto gemacht, sie wisse schon gar nicht mehr, wie sie aussieht
  • Die Blumen auf meinem Homeoffice Tisch, siehe unten (ich hätte echt nie gedacht, wie sehr Blumen im Haus für Wohlbefinden sorgen – lange Zeit habe ich es immer etwas bedauert, Blumen zu schneiden und hab‘ sie darum im Garten gelassen)

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So. Am Ende wird alles gut. (Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.) [Oscar Wilde]

Verlinkt bei Holunderbluetchen.

 


4 Gedanken zu “An Tagen wie diesen.

  1. So ist halt das Leben. Man muss ‚an Tagen wie diesen‘ eben das Beste draus machen.
    Und das hast Du doch dank Giotto, Blümchen und der Aussage Deines Kindes geschafft.
    Ich habe gerade einen Post vollendet über einen Freutag mit Vorfreude, Hauptfreude und
    Nachfreude. Bei Ärger ist es doch ähnlich. Er baut sich auf, erreicht den Höhepunkt und
    klingt langsam wieder ab.
    Ein schönes Wochenende wünscht Edith

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