In die Nesseln setzen…

… tue ich mich vielleicht heute. Weil, über den Valentinstag zu lästern, könnt‘ ein ziemlich heikles Ding sein… ? Ich tu’s trotzdem. Letzten Dienstag war er, der Valentinstag. (Nur so zur Information für meine internationalen Leser aus Papua Neuguinea)

Grandios, ich musste dienstags dauernd innerlich schmunzeln (manchmal auch äusserlich), als ich all die Männer mit ihrem Bund rote Rosen nach Hause gehen sah. (Also, ich hoffe jedenfalls, dass diese Rosen für zu Hause waren!!!) – Ich bekomme keine roten Rosen. Auch keine rosa, oder gelbe, oder weisse oder linke pinke Rosen. (Autokorrektur ist lustig… linke Rosen?! Die wären dann natürlich, ganz sozial, ohne Dornen, und fair durch Max Havelaar produziert)

Kunstpause.

Dass ich keine Rosen bekomme, ist nicht schlimm. Ich will nämlich gar keine. Weder zum Valentinstag noch zu einem anderen Tag. Und jetzt kommt’s zum zweiten heiklen Ding: Mein nicht-Wollen unterstrich ich häufig mit der saloppen Bemerkung, „Blumen sind Sondermüll“. Deswegen zum Beispiel: Liebesgrüsse aus Chlorthalonil (FAZ) (Ja, das beisst sich ein bisschen mit meinen wöchentlichen Blumen… darum sind sie auch allermeistens von Feld, Wald, Wiese, Garten…)

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Trotz Havelaar Rosen bleibe ich aber dabei: Keine Blumen zum Valentinstag. Ich hab‘ viel mehr Freude an kleinen Gesten im Alltag, durchs g-a-n-z-e Jahr. Und, – dass wir die Hausarbeit gerecht aufteilen, wo wir doch beide berufstätig sind. Wobei, wenn ich mir’s so recht überlege, macht der Mann wohl etwas mehr Haushalt. (Was natürlich nur gerecht ist, da ich ein bisschen mehr berufstätig bin, als er, hehehe)

Keinen Applaus (für den Mann meine ich), bitte. Es ist nur so, wie es in vielen Haushalten sein sollte in denen beide Partner berufstätig sind. Hm, und irgendwie doch ein bisschen Applaus (*verneig*), denn wenn ich ab und an so hinhöre, hab‘ ich das Gefühl, dass in vielen Haushalten die Mehrbelastung vor allem von der Frau getragen wird. (Ja, aber dafür gibt’s ja dann eben den Valentinstag)

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Nochmals, ganz direkt und ohne Umschweife: Der Valentinstag ist (kommerzieller) bullshit. Das Jahr zählt. Und auf Dauer das Jahrzehnt. Denn dann, dann kommt der hier zum Zug:

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.
[Wilhelm Busch]

Die kleinen Dinge geschehen eben im Alltag. Eine helfende Hand. Kleine Gesten der Zuneigung. Gemeinsam lachen. (viel lachen) Danke sagen. (Was im Job gilt, gilt auch zu Hause: Wertschätzung! Tönt sehr sachlich, issaberso) Ein Kompliment aussprechen. (Ja, erst recht nach über 10 Jahren, über 20 Jahren und mehr!)

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Folgende Frage würde mich zum Abschluss brennend interessieren: Gibt es Frauen, die sich schon mal am Valentinstag rote Rosen selbst in den Job gesandt haben?? Rosen werden ja häufig in den Job gesandt. Ah’s und Oh’s raunen dann durch die (Büro-)Räume. Die roten Rosen werden begutachtet, gelobt, bestaunt, von wem sind sie?, was steht in der Karte?, oh, keine Karte, ein heimlicher Verehrer? …

Dann werden die roten Rosen ratzfatz fotografiert, als Profilbild auf WhatsApp gestellt, auf Instagram geteilt und natürlich mit einem Danke und einem Smiley mit – na klar – Herzaugen an den Liebsten übermittelt… . Das liebe Lesenden, entspringt der Rubrik „liebevolle Neckereien“, schliesslich hab‘ ich schon mal Gemüse, das ich essen wollte, fotografiert und aufn Blog gestellt. (Ouh-ouh-ouh, und das Raclettepfännchen erst, ja man muss sich die eigene Belustigung schon auch eingestehen, oder?)

Also, ich wiederhole mich: Jemand da draussen, die sich schon selbst rote Rosen in den Job geschickt hat? Trau dich! Schreib’s mir, sieht ja niemand, nur ich und die Frau aus Papua Neuguinea.

Verlinkt bei Holunderbluetchen.

PS. Ha! Ich bin nicht alleine: 10 Gründe, warum man Valentinstag nicht feiern muss. Danke Stuttgart!!!

 


2 Gedanken zu “In die Nesseln setzen…

  1. trotzdem hast du da ein schönes Sträßchen stehen..

    ich sage mir ..Valentin muss nicht.. kann aber sein 😉
    und von meinem Mann habe ich glaub ich nie (oder höchst selten ) an diesem Tag einen Strauß bekommen
    sonst aber auch eher selten

    doch dieses Jahr habe ich unverhofft einen bekommen und habe mich wahnsinnig gefreut 😉

    liebe Grüße
    Rosi

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