Von Pferden. Cowboys. Und weissen Krokodilen.

Tja, leider hat sich diese Woche am Himmel grad keine Wolkenformation in Form eines Pferdes oder Cowboys gezeigt.

Immerhin gäbe es ja das Sternbild des Pegasus – ein geflügeltes Pferd. Konnte ich mit meiner kleinen Kamera auch nicht einfangen. Die Nacht war rabenschwarz und der Nebel verschluckte alle Sternenlichter.

Nachthimmel

Aber von Pegasus über Kambodscha in den Wilden Westen zu den Cowboys kann ich dich führen, starten wir doch gleich im Jahr…

… 1972 wurde am Himmel über Kambodscha ein fliegendes Pferd gesehen. Der, sagen wir mal, ziemlich abergläubische Marschall Lon Nol liess daraufhin sämtliche Kampfhandlungen einstellen. Obschon er seine wichtigsten Berater immer bei sich hatte (er war nämlich seiner Meinung nach von guten Geistern besessen, die zu ihm sprachen), nahm er diese himmlische Warnung äusserst ernst. Nicht weniger als die Ankunft eines neuen Herrschers im Land schien die Himmelserscheinung anzukündigen. Zwei Wochen lang musste der Chef seines Geheimdienstes dem Zeichen nachforschen. Man stelle sich die Erleichterung vor, als der Oberst seinem obersten Dienstherrn und der Truppe schliesslich melden konnte: Das Pferd war kein Pferd. Sondern eine Wolke.

Lon Nol war ganz offensichtlich ziemlich exzentrisch und irgendwann wohl auch paranoid. Seine Befehle schienen oft kaum mehr von „Ratio“ geprägt zu sein: Einmal sollten alle Leute verhaftet werden, die im hungernden Pnom Penh zu überhöhten Preisen Kaninchen kauften. Die Kommunisten, so der Staatschef, trieben die Tierchen, bepackt mit Sprengstoff, in Stützpunkte der Regierungstruppen.

Und erst die weissen Krokodile. Weisse Krokodile bedeuteten den baldigen Tod der Person, in deren Nähe sie gesichtet wurden. Die Polizei musste also in Pnom Penh durch öffentliche Plakate verkünden, dass es den Menschen verboten war, von einem weissen Krokodil zu flüstern, das vor Lon Nols Palast aus dem Mekong gestiegen sei. 1975 floh er dann vor den „Roten Khmer“ und lebte trotz der weissen Krokodile noch bis 1985.

Der Aberglaube von Lon Nol erinnert mich an das Buch „Fliegen ohne Flügel“, das Tiziano Terzani (italienischer Journalist und Schriftsteller) geschrieben hat. Aufgrund einer Warnung eines chinesischen Wahrsagers hatte er sich 1993 entschieden, ein Jahr lang ohne Flugzeug durch Asien zu reisen. Seine faszinierenden Erlebnisse kann man in diesem Buch auf höchst unterhaltsame Weise nachlesen. Eine Lektüre wert.

Meine Pferde und meine Cowboys sind weit vom Aberglauben entfernt. Sie sind aber froh, um etwas Hilfe beim Aufsteigen … bitte hilf doch den beiden Cowboys auf die Pferde (PDF-Vorlage). Und genau so ausschneiden wie auf dem Bild. Und dann die beiden Kuhjungs auf die Pferde setzen.

Cowboys und Pferde. Knobelspass.

Ob es dabei ausserirdische Kräfte oder gute Geister braucht… ? Lass es mich wissen :-).


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