#farben #horizonterweitern #mut

Die Hautfarben der Menschen sind ganz unterschiedlich. Die Farben des Himmels auch.

Himmel mit Wolken.

Ich bin grad so im Lese-Flow – irgendwie finden mich im Moment die Bücher (nicht ich sie…). Ich habe Mo Asumang in ihrem Buch „Mo und die Arier“ kennengelernt.

„Wissen Sie, für mich ist jemand, der »anders« ist, immer besonders. Sie oder er macht mich deshalb neugierig. Hey, guck mal, sag ich mir, das Mädchen da drüben hat eine andere Hautfarbe, Religion, sexuelle Orientierung, oder der Junge da hört ganz andere Musik und hat ganz andere Klamotten an. Für mich ist »anders« immer Inspiration: Da kann ich was dazulernen. Also düse ich da mal rüber und stelle Fragen, das bringt mich im Leben weiter. Genauso mache ich das jetzt auch mit Ihnen, denn auch Sie sind »anders«, Herr H. Nein, eine Schublade habe ich nicht für Sie.“

Auszug aus dem Selbstgespräch mit Herr H. [Mo Asumang]

Abendrot. Himmel.

„Wir laufen über weiche Lehmboden, grosse Steinplatten, vorbei an kleinen Türen, auf einer habe ich beim Vorbeilaufen ein Hakenkreuz gesehen. Das Zeichen ist über dreitausend Jahre alt und kommt aus Asien, und nicht aus »Germanien«. In Indien ist es als »Rad des Lebens« bekannt, teils trägt es die Bedeutung »Glück«, manchmal auch andere, aber immer deutet es auf etwas Positives, sogar Liebevolles hin.“

Auszug aus der Reise in den Iran. [Mo Asumang]

Wolkenhimmel

Wie fühlt sich Fremdenhass auf der eigenen Haut an? Mo weiss es. Und sie geht ihre Ängste mit unglaublichem Mut an, nachdem ein Hasslied eine Morddrohung an sie enthält. Auf Spurensuche in der Geschichte, in Gesprächen mit Exponenten, in der eigenen Familiengeschichte und vor allem in der Gegenwart.

Die Herangehensweise an die schlimmste Person des zweiten Weltkriegs bzw. das Selbstgespräch mit Herr H. erfolgt so unverblümt und „frech“, wie ich es so noch nie gelesen habe. Die Autorin entlarvt ausserdem den Mythos „Arier“ und gibt Einblicke in Gruppierungen, die ich so nicht kannte.

„Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.“ Ein Zitat, das Mo Asumang in ihrem Buch verwendet.

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Ich bin eigentlich keine politische Person, halte kein politisches Amt. Ich wüsste gar nicht, in welcher Partei ich daheim wäre. Ich wüsste, wo nicht. Ich wähle häufig (fast immer), weil in der Schweiz als direkte Demokratie regelmässig ein Abstimmungskuvert ins Haus flattert und ich irgendwie finde, dass man dieses „Privileg“ nutzen sollte. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es viele Personen mit ausländischen Wurzeln. In meinem Job genauso. Mit Hautfarben in allen Schattierungen. Es ist schlicht kein Thema!

Verlinkt bei Die Raumfee.


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